• Gesagt ist nicht gehört. Gehört ist nicht verstanden. Verstanden ist nicht einverstanden. Einverstanden ist nicht durchgeführt. Durchgeführt ist nicht beibehalten.

Abendmahl – Mahlfeier

Im evangelischen Raum sprechen wir vom Abendmahl. Im römisch-katholischen Raum von der Eucharistie. Im Bund FeG hat sich vom Inhalt her die Bezeichnung Herrnmahl durchgesetzt. Damit ist kein Herrenmahl gemeint – also ein Mahl nur für Herren, sondern das Mahl von dem einen Herrn. Diese Bezeichnung spricht also vom Gastgeber. Aber bei den vielen Konsonanten spricht sich das gar nicht so leicht. Daher sagen wir meist Mahlfeier. Unsere Mahlfeier ist aber nicht “unsere”, sondern wir sind immer die eingeladenen Gäste. Daher ist diese Feier auch keine konfessionelle Mahlzeit für unsere Mitglieder, sondern Jesus lädt seinen Jüngerkreis zu sich ein… Üblicherweise feiern wir mit Brot und Saft – wobei je nach Gelegnheit die Gaben variieren können.

Diese Feier bezeichnen wir unterschiedlich, weil wir sie auch in unterschiedlichen Formen feiern. Am Ostermorgen feiern wir eine Auferstehungsfeier um 7 Uhr mit einem österlichen Jesusmahl. Da liegt der Akzent auf dem Brot, dem Jesusbrot, einem großen Oster-Hefezopf. Wir feiern in großer Freiheit, indem wir wirklich Essen – und Trinken.

Üblich ist bei uns die monatliche Mahlfeier im Gottesdienst. Da setzen wir schon seit vielen Jahren so genannte Einzelkelche ein. Das heißt, wir trinken nicht aus einem Kelch, sondern jeder bekommt einen kleinen Kelch. Das hat hygienische Gründe angesichts der Größe unserer Gottesdienst-Gemeinde.

Wir praktizieren zwei Verteil-Formen: die so genannte Herrnhuter-Form ist den älteren Mitgliedern sehr vertraut. Die Kelche und  das Brot werden durch die Reihe gereicht. Die Gemeinde kann also auf ihren Plätzen sitzen bleiben.

Die andere Form wird Kreisform genannt, denn alle Gäste am Tisch des Hderrn kommen nach vorne und bilden eine kreisähnliche Form, um so miteinander die Gaben zu empfangen.

Gelegentlich feiern wir auch ein liturgisches Abendmahl abends in einer vorgeprägten Form mit Lesungen und Gebeten.

Die Mahlfeier darf nach unserem Verständnis auch in Hauskreisen gefeiert werden.

Wir bieten bei den sonntäglichen Mahlfeiern meist auch ein “Abendmahl to go” an – inspiriert von der Alten Kirche, darf man die Gaben Brot und Saft (mit einem Feier-Anleitungszettel) mitnehmen, um es Christen zu geben, die nicht an der Mahlfeier teilnehmen konnten. Das können Personen aus der eigenen Familie sein oder auch Bewohner und Bewohnerinnen aus dem Mutterhaus…

 

 

 

Für unsere Mahlfeier benutzen wir Traubensaft und Einzelkelche und diverse Brotsorten. In der Regel feiern das von Jesus eingesetzte Mahl in der so genannten Herrnhuter-Form, das heißt, wir bleiben als Gemeinde auf unseren Plätzen sitzen und die Mitarbeitenden verteilen die Gaben an die Gemeinde, indem diese durch die Reihen gegeben werden.

Andere Formen wählen wir zu besonderen Gelegenheiten. Zum Beispiel feiern wir am Ostersonntag frühmorgens das Jesusmahl in einer sehr freien und fröhlichen Form um den Tisch des Herrn (Altar). Einen mehr feierlichen, besinnlichen Aspekt erleben wir im liturgischen Abendmahl, welches ca. zweimal im Jahr abends im Gemeindehaus gefeiert wird.

mehr lesen