Der 17. Mai – Rückblick – Ausblick

Am 17. Mai 1990 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität aus ihrem Diagnoseschlüssel für Krankheiten gestrichen. (Ein homosexueller Mensch ist seitdem nicht mehr krank.) Der 17.5. erinnert in unserem Land zudem an den Paragraphen 175, der am 10. Juni 1994 gestrichen wurde. (Sexuelle Handlungen zwischen Personen männlichen Geschlechts sind seitdem keine Straftat mehr). Der internationale Tag gegen Homophobie und Queerfeindlichkeit wird daher seit dem Jahr 2005 am 17. Mai als Aktionstag begangen. In diesem Jahr wurde ein queeres Gräberfeld in Berlin eröffnet.

Ob Homosexualität eine Sünde ist – dazu gibt es dennoch bis heute in den christlichen Kirchen unterschiedliche Ansichten.
Das ist ein Spannungsfeld. Ja, aber in diesem Spannungsfeld leben wir als bibellesende und Jesus-nachfolgende Gemeinde immer, denn unser aller Erkenntnis ist immer bruchstückhaft.

Egal aber was unsere Erkenntnis uns über den Umgang mit queeren Menschen glauben lässt, in keinem Fall ist eine Diskriminierung mit dem Evangelium von Jesus Christus vereinbar.

Wo stehen wir heute?
Der Münchner Kardinal Reinhard Marx spricht sich für die Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren aus und der Pontifex in Rom widerspricht ihm.
Auch im Bund FeG geht es hin und her. Auf der einen Seite wächst die Zahl der Willkommensgemeinden, der offiziellen und heimlichen und auf der anderen Seite wird eine queer-freundliche FeG-Verkündigerin vom BUJU wieder ausgeladen.

Ich werbe daher nach wie vor dafür, dass wir uns in unserer Gemeinde und im FeG Gemeindebund mit unserer geistlichen Verschiedenheit und Bruchstückhaftigkeit annehmen und das an Gottes Wort gebundene Gewissen des Einzelnen achten. Und ich freue mich darüber, dass unsere FeG Aufderhöhe zu den Willkommensgemeinden gehört und, dass wir immer mehr ein offener und einladender Raum des Lebens und Glaubens ohne Diskriminierung für alle werden.
Daran zu arbeiten erinnert mich der 17. Mai.

Volker Muhlack

Queer in FeG

Vernetzungstreffen für queere Menschen aus Freien evangelischen Gemeinden am 7. März 2026

Ob du lesbisch, schwul, bi, trans oder anders queer bist, ob du geoutet bist oder nicht, ob du deine Sexualität lebst oder nicht, ob du in deiner Gemeinde akzeptiert wirst oder nicht und ob du aktuell überhaupt Mitglied in einer FeG bist oder nicht:Wenn Du wissen willst, wie es anderen queeren Menschen in FeG geht, wie wir uns gegenseitig unterstützen können, wie die Situation im Bund und seinen Gemeinden ist, oder du einfach Lust auf Vernetzung und Austausch hast, dann bist du bei uns richtig!
Da wir einen SaferSpace, also einen geschützten Rahmen bieten wollen,(besonders auch für nicht geoutete Personen) treffen wir uns am7. März ausschließlich mit queeren Menschen.

Melde dich gerne an unter www.coming-in.de/feg oder schreib uns eine E-Mail: feg@coming-in.de.
Dann bekommst du alle weiteren Infos und den genauen Ort mitgeteilt (Nähe Köln! Für die mögliche Streckensperrung der Bahn zu der Zeit haben wir eine Lösung).
Hast du sonst noch Fragen? Dann melde dich. Nur Mut! Wir freuen uns auf dich.
Dein Team von Coming-In/FeG

7. März 2026, 10:30 bis 17:30 Uhr

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